Es geht (wieder) los.
Wir haben nicht nur über 4.000 Unterschriften über diese Website gesammelt, sondern auch die erforderlichen 1% über die Plattform meine.spd.de in knapp einem Monat gesammelt. Jetzt haben wir nochmal insgesamt drei Monate Zeit, um 20% zu sammeln. Deshalb bitten wir Euch alle, nochmal über die Plattform der SPD zu unterschreiben.
Wir wissen, dass viele von der Plattform meine.spd.de abgeschreckt sind, aber wir möchten Dich bitten, dort nochmals zu unterzeichnen. Es ist auch gar nicht so kompliziert. Du suchst Deine Mitgliedsnummer und gehst auf meine.spd.de und klickst auf „anmelden“. Sofern Du noch keinen Zugang hast, klickst Du auf „Noch keinen Account“. Dort gibst Du Deinen Namen, Mailadresse und Deine Mitgliedsnummer ein und klickst auf „registrieren“. Paar Sekunden später erhältst Du eine Mail mit einem Bestätigungslink. Diesen klickst Du an und damit bist Du bei meine.spd.de angemeldet.
Danach klickst Du auf mitgliederbegehren.spd.de und kannst abstimmen.
Wir können gerade gemeinsam einen Unterschied machen. Deshalb mach bitte mit und stimme ab.
Über 4.000 SPD-Mitglieder haben innerhalb einer Woche das Mitgliederbegehren „Gegen die Entsolidarisierung“ unterzeichnet. Am Montag, den 10. November, wird das Begehren offiziell beim Parteivorstand eingereicht.
Damit sendet die SPD-Basis ein klares Signal:
Die Sozialdemokratie darf sich nicht an einer Politik beteiligen, die Armut bestraft und Solidarität infrage stellt. Wir fordern eine sozialdemokratische Linie, die auf Vertrauen, Unterstützung und Gerechtigkeit setzt – nicht auf Druck und Sanktionen.
Das Mitgliederbegehren fordert:
Keine Verschärfung der Sanktionen beim Bürgergeld
Erhalt von Karenzzeit und Schonvermögen
Weiterentwicklung des Bürgergeldes zu einer armutsfesten Grundsicherung
Ein klares Nein zu neoliberalen und rechtspopulistischen Forderungen
Jetzt liegt der Ball beim Parteivorstand. Wir erwarten, dass eine Auseinandersetzung mit den inhaltlichen Anliegen des Mitgliederbegehrens stattfindet und nicht versucht wird, es durch Verfahrensfragen kleinzureden und auf die lange Bank zu schieben. Und: Falls der Parteivorstand darauf besteht, dass die Unterstützung durch 1 % der Mitgliedschaft über das Mitgliederportal erneut bestätigt werden muss, werden wir nochmal Untersxhriften sammeln müssen. Aber auch diese Hürde nehmen wir gemeinsam.
In einer Zeit, in der Solidarität unter Druck gerät, beweisen tausende Genossinnen und Genossen:
Über 4.000 Unterschriften gesammelt und eingereicht
Auf dieser/unserer Homepage wurden mehr als 4.000 Unterschriften gesammelt und erfolgreich eingereicht.
17. Dezember 2025 – Kabinettsbeschluss
Offizielle Unterschriftensammlung auf „meineSPD“
Die Sammlung lief über das Portal „meineSPD“ und wurde am 19. Dezember 2025 erfolgreich abgeschlossen. Die notwendige Anzahl an Unterschriften wurde erreicht.
23. Dezember 2025 – Start des Mitgliederbegehrens
Das Mitgliederbegehren läuft bis zum 23. März 2026.
Dafür werden die Unterschriften von 20 % aller Mitglieder benötigt.
15. und 16. Januar 2026 – Erste Lesung im Bundestag
28. Januar 2026 – Einführung im Ausschuss für Arbeit und Soziales
23. Februar 2026 – Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales
4. März 2026 – Abschluss der Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales
5. und 6. März 2026 – Zweite und dritte Lesung im Bundestag
23. März 2026 – Ende des Mitgliederbegehrens
27. März 2026 – Zweiter Durchgang im Bundesrat
Mitgliederbegehren zum Bürgergeld
(Dies ist eine Pflichtfrage.)
Mitgliederbegehren
gemäß § 13 Abs. 1 Organisationsstatut der SPD
Adressiertes Organ: Parteivorstand der SPD
Entscheidungsvorschlag
Wir, die unterzeichnenden Mitglieder der SPD, beantragen gemäß § 13 Abs. 1 Organisationsstatut folgendes Mitgliederbegehren:
Frage:
Stimmst du dem nachstehenden Beschlussvorschlag zu?
Ja | Nein
Beschlussvorschlag:
Der Parteivorstand der SPD wird aufgefordert, sich gegenüber der SPD-Bundestagsfraktion und den SPD-Mitgliedern in der Bundesregierung sowie in der öffentlichen Debatte dafür einzusetzen, dass
1. keine Verschärfung der Sanktionen beim Bürgergeld erfolgt. Insbesondere ist darauf hinzuwirken,
◦ dass keine vollständige Entziehung der Leistungen sowie keine Entziehung der Kosten für Unterkunft und Heizung und der Kosten für die Krankenversicherung erfolgt
◦ dass das verfassungsrechtlich geschützte Existenzminimum nicht durch Sanktionen unterschritten wird
◦ dass Karenzzeit und Schonvermögen in der derzeit bestehenden Form erhalten bleiben und die Lebensleistung und Eigeninitiative von Leistungsberechtigten geschützt werden,
◦ dass die Regeln zur Zumutbarkeit nicht verschärft werden und keine Ausweitung von Pendelzeiten, Zwangsmaßnahmen oder vergleichbaren Verschärfungen vorgenommen werden.
2. das Bürgergeld als existenzsichernde und armutsfeste Grundsicherung weiterentwickelt wird, in dem der Parteivorstand darauf hinwirkt, dass
◦ bessere Unterstützung, Qualifizierung, Coaching und psychosoziale Hilfe für Leistungsberechtigte bereitgestellt werden,
◦ der Sozialstaat auf Unterstützung und Respekt statt auf Misstrauen und Kontrolle ausgerichtet wird,
◦ eine Modernisierung und Effizienzsteigerung des Sozialstaates angestrebt wird, ohne Sozialabbau zu betreiben,
◦ es keine Wiederauflage der Agenda 2010 und keine pauschale Kürzung sozialer Leistungen gibt.
3. soziale Ungleichheit abgebaut und neoliberalen sowie rechtspopulistischen Forderungen eine klare Absage erteilt wird, in dem der Parteivorstand
◦ rechten und neoliberalen Debatten über vermeintliche „Arbeitsverweigerung“ entgegentritt,
◦ die Diskussion um das Bürgergeld auf die Ursachen von Armut und reale Probleme wie den Niedriglohnsektor, Wohnungsmangel und Bildungsungleichheit lenkt,
◦ Maßnahmen zur Verringerung sozialer Ungleichheit, insbesondere eine stärkere Besteuerung hoher Vermögen und Erbschaften wie z.B. durch die Vermögenssteuer und die Erhöhung der Erbschaftssteuer, in den Mittelpunkt stellt, statt populistischen Forderungen nachzugeben.
Deswegen fordern wir von der Sozialdemokratie, dass sie sich einsetzt für einen gerechten und modernen Sozialstaat, der Menschen schützt, Zusammenhalt stärkt und Vertrauen schafft.
Für eine Partei, die sozial bleibt.
Für ein Bürgergeld, das stärkt – nicht straft.
Für einen Sozialstaat, der Zukunft schafft.
Begründung
Wir, engagierte Mitglieder der SPD, erheben unsere Stimme gegen die aktuellen und geplanten Verschärfungen im Bereich des SGB II („Bürgergeld“) und fordern eine klare sozialdemokratische Haltung im Sinne der Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit und der Menschenwürde. Diese Werte dürfen nicht durch eine Politik infrage gestellt werden, die wieder auf Misstrauen und Strafe setzt.
Die Rückkehr zu repressiven Maßnahmen wie verschärften Sanktionen, Ausweitung von Zwangsmaßnahmen oder der pauschale Generalverdacht gegen Erwerbslose widerspricht unserem Grundverständnis von Sozialstaatlichkeit und unserem Verständnis von einem Sozialstaat, bei dem die Menschenwürde im Zentrum steht. Die SPD muss sich dafür einsetzen, dass die soziale Spaltung geringer wird. Die Verschärfung des Drucks auf arbeitslose Menschen bewirkt das Gegenteil und wird von uns abgelehnt.
Ein Rückfall in Hartz-IV-Mentalität gefährdet das soziale Klima in dieser Gesellschaft und untergräbt das Vertrauen in die Gestaltungsfähigkeit unserer Partei.
Die aktuellen Pläne verfehlen das Ziel, Menschen schneller wieder in Erwerbsarbeit zu bringen, weil sie auf Druck und Sanktionen setzen und dabei den Kern sozialdemokratischer Politik aus dem Blick verlieren. Ein Sozialstaat, der Menschen in Not unter Generalverdacht stellt, untergräbt das Vertrauen, das er braucht, um zu wirken.
Die SPD darf keine Politik mittragen, die Armut bestraft.
Wir rufen alle Mitglieder der SPD auf, dieses Begehren zu unterstützen.
Ich unterstütze das Mitgliederbegehren.